Serien

Neue Artikelserie: „Doctor Who“-Rewatch

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Auch wenn es derzeit so viele gute Serien gibt, dass ich teilweise gar nicht weiß, wo ich mit dem Gucken anfangen soll, habe ich dennoch manchmal das Bedürfnis nach etwas Vertrautem, etwas, bei dem ich weiß, was mich erwartet. Dann gucke ich eine Serie, die ich bereits kenne, einfach noch einmal. Derzeit ist das bei mir die britische Serie Doctor Who.

Der Auslöser dieses „Rewatchs“ war, dass die Serie, die in Deutschland leider immer noch ziemlich unbekannt ist, seit Anfang April beim öffentlich-rechtlichen Digitalsender ONE (ehemals einsfestival) ausgestrahlt wird und parallel dazu beim Online-Angebot FUNK im Original gestreamt werden kann.

Jede Menge Notizen

Das Tolle daran, wenn man etwas zum wiederholten Male guckt, ist, dass man teilweise Dinge sieht bzw. erkennt, die einem vorher nicht aufgefallen oder bewusst geworden sind oder deren Bedeutung erst in der Zusammenschau mit späteren Folgen deutlich wird. Beim nochmaligen Gucken von Doctor Who ging mir das von Anfang an so, weshalb ich begonnen habe, mir ein bisschen was dazu aufzuschreiben. Inzwischen habe ich umfangreiche Notizen zu allen Staffeln, die ich bisher noch einmal gesehen habe.

Deshalb habe ich mich entschieden, nicht alles in einen langen „Was ich an Doctor Who toll finde“-Blogbeitrag zu packen, sondern zu jeder Staffel gesondert etwas zu schreiben sowie einige übergreifende Beiträge, z.B. zu der häufig gestellten Frage, mit welcher Folge man als Neuling am besten mit dem Gucken anfangen sollte. Dieser Text dient als kurze Einführung zu den nachfolgenden Blogbeiträgen und enthält einige Erläuterungen für diejenigen, die die Serie nicht kennen. Vielleicht kann ich euch ja auf Doctor Who neugierig machen.

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Neuer Blog, neues Konzept, neuer Look

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Wer meiner Schreiberei schon länger folgt, wird bemerkt haben, dass ich in den vergangenen Monaten etwas wortkarg war. Das hatte leider weniger damit zu tun, dass ich vor lauter Seriengucken nicht mehr zum Bloggen gekommen wäre, sondern vielmehr damit, dass das „echte“ Leben einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch genommen hat. Das war meist schön, manchmal weniger schön, aber eines hat mir dabei fast durchgehend gefehlt: das Schreiben.

Die erzwungene Blogpause hatte aber insofern etwas Gutes, als sie mir den nötigen Abstand verschafft hat, über einige Dinge etwas grundlegender nachzudenken. Zum Beispiel darüber, worüber ich eigentlich schreiben möchte. Und das Leben hat dann zusätzlich ein bisschen geschubst und die tatsächliche Umsetzung meiner Überlegungen etwas beschleunigt. Deshalb lest ihr diesen Text auch jetzt schon und nicht erst, wie ursprünglich geplant, Anfang 2018.

Aber genug der langen Vorrede.

Neuer Blog

In den vergangenen Monaten ist mir aufgefallen, dass ich, gerade weil ich selten Zeit hatte, längere Texte zu schreiben, mir ganz viele Notizen gemacht habe, und zwar über Serien, die ich gesehen habe. Die Idee dahinter war, sie irgendwann in Blogbeiträge zu verwandeln. Das soll nun geschehen, und zwar im Rahmen eines reinen Serienblogs mit dem Namen Seriennotizen. Ein Novum für mich, denn meine bisherigen Blogs waren ja eher „Gemischtwarenläden“, in denen es jeweils um verschiedene Medien oder auch ganz andere Themen ging. Ich bin gespannt, wie es klappt. Jede Menge Seriennotizen, auf die ich zurückgreifen kann, habe ich jedenfalls.

Neues Konzept

Da Zeit für mich aber noch immer ein knappes Gut ist, werde ich mich in den nächsten Monaten vor allem auf die Seriennotizen konzentrieren. Insofern musste ich mir für diese Seite ebenso wie für Rosalie & Co. ein neues Konzept überlegen.

Diese Seite – also medienbloggerin.de – wird künftig weniger als Blog, sondern vielmehr als meine persönliche Webseite fungieren, sozusagen als „landing page“ für alle, die mehr über die Medienbloggerin Meike wissen möchten. Neben Links zu aktuellen und älteren Blogbeiträgen wird es dabei auch Infos zu einem neuen Thema geben: Social Media. Natürlich ist das Thema Social Media selbst für mich nicht neu. Ich bin seit längerer Zeit bei den einschlägigen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv und nutze sie – die einen mehr, die anderen weniger – regelmäßig. Seit einiger Zeit stehe ich aber auch anderen mit Rat und Tat zur Seite, die gern mehr über Social Media erfahren möchten. Nähere Infos dazu gibt es demnächst auf dieser Seite.

Die Entscheidung, wie es mit Rosalie & Co. weitergeht, ist mir etwas schwerer gefallen. Den Blog gibt es immerhin seit über 7 Jahren und ich habe ihm sehr viele spannende Erfahrungen zu verdanken: u.a. einen Setbesuch bei einer Serie, meine ersten Interviews und einen Artikel in der taz. Auch finde ich das Thema – Sichtbarkeit von lesbischen und bisexuellen Frauen in den Medien – noch immer relevant. Darüber werde ich deshalb auch weiterhin schreiben, allerdings zukünftig im Rahmen der Seriennotizen unter dem Stichwort “Visibility Matters“. Inhaltlich wird sich dadurch nicht viel ändern, da es in den Beiträgen bei Rosalie & Co. ohnehin schon überwiegend um Serien ging. Interessante Links und Kommentare zu anderen Medien oder allgemein zu lesbischem Leben wird es wie bisher schon bei Facebook und Twitter geben. Der größte Teil der Inhalte von Rosalie & Co. bleibt zudem bis auf weiteres online verfügbar. Und ich bastele derzeit noch an ein oder zwei weiteren Ideen – lasst euch überraschen.

Neuer Look

Die letzte wichtige Neuerung ist unübersehbar: Ein neuer Look. Durch das veränderte Konzept brauchte ich insbesondere für diese Seite ein neues Theme, das ich erneut bei Elmastudio gefunden habe. Schaut euch gern ein bisschen um – aber vielleicht noch nicht zu genau, denn an der ein oder anderen Stelle wird noch gewerkelt. 😉

Serien

Serientipp: One Mississippi

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Wie schon Staffel 1 überzeugen auch die gerade erschienen neuen Folgen von „One Mississippi“ mit sympathischen Figuren sowie einer gelungenen Mischung aus ernsten Themen und viel Humor. Sehenswert.

Tig Notaro in „One Mississippi“

Anfang des Jahres habe ich in einem längeren Blogbeitrag mal geschrieben, auf welche Serien ich mich 2017 freue. Mit auf der Liste war die zweite Staffel von One Mississipi. Staffel 1 der Comedyserie von und mit Tig Notaro habe ich letztes Jahr an einem Abend durchgebinged, nachdem ich eigentlich „nur mal reingucken“ wollte.

Ähnlich ging es mir gestern Abend mit Staffel 2. Die neuen Folgen sind am vergangenen Freitag erschienen, wieder bei Amazon Prime, und ich wollte gestern Abend nur mal schnell in die ersten Folgen reinschauen, weil ich auf Twitter schon wieder so viel Gutes gelesen hatte. Am Ende des Abends – leider deutlich nach Mitternacht – hatte ich alle sechs neuen Folgen und damit die komplette zweite Staffel geguckt und konnte dann immer noch nicht schlafen gehen, weil ich das, was ich gesehen hatte, erst einmal sacken lassen musste. Denn One Mississippi ist zwar auf der einen Seite sehr unterhaltsam und witzig, schreckt aber auch nicht vor ernsten Themen zurück und die Schauspielerinnen und Schauspieler um Hauptdarstellerin Tig Notaro spielen das so großartig, dass es unter die Haut geht.

Kurz zum Inhalt: One Mississippi basiert auf realen Ereignissen im Leben der amerikanischen Stand-Up-Komikerin Tig Notaro. Als sie vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankte, machte sie dies auf der Bühne zum Thema. Innerhalb kurzer Zeit musste sie nicht nur diese Krankheit, sondern auch eine lebensbedrohliche Darminfektion, den plötzlichen Tod ihrer Mutter sowie die Trennung von ihrer Freundin verkraften. Ihr Auftritt, in dem sie es schaffte, diesen Schicksalsschlägen mit einer gehörigen Prise Galgenhumor zu begegnen, machte sie über Nacht in den USA berühmt.

All dies – Krankheit, Trennung, Tod der Mutter – verarbeitet sie auch in One Mississippi.

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Seriennotizen: Zarah – Wilde Jahre (Folge 1)

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Im ZDF startet am morgigen Donnerstag die 6-teilige Serie „Zarah – Wilde Jahre“, in der es um die Frauenrechtlerin Zarah Wolf geht, die den Posten der stellvertretenden Chefredakteurin der männerdominierten Zeitschrift „Relevant“ übernimmt. Die erste Folge ist bereits in der Mediathek verfügbar. Ich habe mal reingeschaut und mir ein paar Notizen gemacht.

Zarah Wolf (Claudia Eisinger) hat Großes vor an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Bild: ZDF/Georges Pauly)

Eine deutsche Serie – soll ich da überhaupt reinschalten?

Was deutsche Serien angeht, insbesondere wenn sie von öffentlich-rechtlichen Sendern in Auftrag gegeben wurden, bin ich inzwischen grundsätzlich skeptisch. Häufig sind mir die Geschichten zu plakativ und zu vorhersehbar erzählt und die Figuren zu stereotyp. Oft spare ich mir diese Serien daher inzwischen, auch wenn das Thema ganz interessant sein könnte.

In Zarah – Wilde Jahre habe ich vor allem aus einem Grund reingeschaut, nämlich weil es in der Ankündigung folgenden Satz gab: „Dass Verlegertochter Jenny (Svenja Jung) sich in sie verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter.“ Auch wenn ich bei der Darstellung von Liebe zwischen Frauen in deutschen Serien fast noch skeptischer bin als beim Thema deutsche Serien allgemein, hat dies doch meine Neugier geweckt. Es musste allerdings ein weiterer Aspekt hinzukommen, damit ich tatsächlich eingeschaltet habe: Dass die berechtigte Hoffnung besteht, dass beide Frauen überleben und keine einen frühen Serientod sterben muss. Denn ja, das sogenannte Dead Lesbian Syndrome ist auch in deutschen Serien ein Thema, wie Charité gerade erst bewiesen hat, und darauf habe ich schlicht überhaupt keine Lust mehr.

Wenn dir die „love interest“ sympathischer ist als die Hauptfigur…

Tatsächlich kann ich mir gut vorstellen, dass eine Liebesgeschichte zwischen Zarah und Jenny, wenn es denn dazu kommt, ganz interessant und sehenswert sein kann. Das liegt, zumindest gemessen an der Pilotfolge, aber leider nicht an Zarah, sondern an Jenny, die für mich in der ersten Folge die interessantere Figur war.

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Nicht nur für Kinder sehenswert: Die Netflix-Serie „Julie’s Greenroom“ mit Julie Andrews

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Wenn die großartige Julie Andrews sich mit der Jim Henson Company und vielen bekannten Künstlern zusammentut, um Kindern etwas über das Theater beizubringen, dann kann das auch für Erwachsene sehr interessant und unterhaltsam sein.

Seit Mitte März ist bei Netflix die Serie Julie’s Greenroom (deutscher Titel: Julies Theaterschule) verfügbar. Julie Andrews spielt Miss Julie, die Besitzerin eines kleinen Theaters, in dem sie u.a. Theaterworkshops für Kinder anbietet. Dabei wird sie von ihrem Assistenten Gus (Giullian Yao Gioiello) unterstützt, der in dem Theater ein bisschen Mädchen für alles ist. Die Teilnehmer ihres Workshops heißen Greenies, nach dem englischen Wort „greenroom“, das den Aufenthaltsbereich der Künstler in einem Theater beschreibt und der Serie den Namen gibt. Das Besondere an ihnen: Sie sind Puppen, die von der Jim Henson Company entworfen wurden, welche als Produktionsfirma der Serie fungiert.

In jeder der insgesamt 13 Folgen kommen ein oder mehrere prominente Gäste zu Besuch, die den Greenies etwas über die verschiedenen Künste beibringen, die im Theater relevant sein können. So lernen sie von Musikerin Sara Bareilles etwas darüber, wie man Songs schreibt, Sänger Josh Groban übt mit ihnen, wie man harmonisch zusammen singt und Schauspielerin Ellie Kemper (Unbreakable Kimmy Schmidt) bringt ihnen Improvisation bei. Daneben spielen u.a. auch das Schreiben, z.B. eines Theaterstücks, Schauspiel, Tanz sowie das Spielen eines Instruments eine Rolle.

Die Greenies lernen jedoch nicht nur etwas über das Theater, sondern auch Lektionen für ihr tägliches Leben, z.B. über Teamwork, das auch manchmal Kompromisse erfordert, wie man mit Enttäuschungen umgeht oder dass man, um etwas Neues zu lernen, manchmal viel üben muss und Geduld braucht. Und noch etwas wird den Greenies und damit auch den kleinen wie großen Zuschauerinnen und Zuschauern vermittelt: Wie vielfältig und unterschiedlich die Menschen sind und dass es deshalb so wichtig ist, dass jede und jeder die Chance erhält, aber auch den Mut hat, ihre bzw. seine eigene Geschichte zu erzählen.

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