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Neuer Blog, neues Konzept, neuer Look

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Wer meiner Schreiberei schon länger folgt, wird bemerkt haben, dass ich in den vergangenen Monaten etwas wortkarg war. Das hatte leider weniger damit zu tun, dass ich vor lauter Seriengucken nicht mehr zum Bloggen gekommen wäre, sondern vielmehr damit, dass das „echte“ Leben einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch genommen hat. Das war meist schön, manchmal weniger schön, aber eines hat mir dabei fast durchgehend gefehlt: das Schreiben.

Die erzwungene Blogpause hatte aber insofern etwas Gutes, als sie mir den nötigen Abstand verschafft hat, über einige Dinge etwas grundlegender nachzudenken. Zum Beispiel darüber, worüber ich eigentlich schreiben möchte. Und das Leben hat dann zusätzlich ein bisschen geschubst und die tatsächliche Umsetzung meiner Überlegungen etwas beschleunigt. Deshalb lest ihr diesen Text auch jetzt schon und nicht erst, wie ursprünglich geplant, Anfang 2018.

Aber genug der langen Vorrede.

Neuer Blog

In den vergangenen Monaten ist mir aufgefallen, dass ich, gerade weil ich selten Zeit hatte, längere Texte zu schreiben, mir ganz viele Notizen gemacht habe, und zwar über Serien, die ich gesehen habe. Die Idee dahinter war, sie irgendwann in Blogbeiträge zu verwandeln. Das soll nun geschehen, und zwar im Rahmen eines reinen Serienblogs mit dem Namen Seriennotizen. Ein Novum für mich, denn meine bisherigen Blogs waren ja eher „Gemischtwarenläden“, in denen es jeweils um verschiedene Medien oder auch ganz andere Themen ging. Ich bin gespannt, wie es klappt. Jede Menge Seriennotizen, auf die ich zurückgreifen kann, habe ich jedenfalls.

Neues Konzept

Da Zeit für mich aber noch immer ein knappes Gut ist, werde ich mich in den nächsten Monaten vor allem auf die Seriennotizen konzentrieren. Insofern musste ich mir für diese Seite ebenso wie für Rosalie & Co. ein neues Konzept überlegen.

Diese Seite – also medienbloggerin.de – wird künftig weniger als Blog, sondern vielmehr als meine persönliche Webseite fungieren, sozusagen als „landing page“ für alle, die mehr über die Medienbloggerin Meike wissen möchten. Neben Links zu aktuellen und älteren Blogbeiträgen wird es dabei auch Infos zu einem neuen Thema geben: Social Media. Natürlich ist das Thema Social Media selbst für mich nicht neu. Ich bin seit längerer Zeit bei den einschlägigen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv und nutze sie – die einen mehr, die anderen weniger – regelmäßig. Seit einiger Zeit stehe ich aber auch anderen mit Rat und Tat zur Seite, die gern mehr über Social Media erfahren möchten. Nähere Infos dazu gibt es demnächst auf dieser Seite.

Die Entscheidung, wie es mit Rosalie & Co. weitergeht, ist mir etwas schwerer gefallen. Den Blog gibt es immerhin seit über 7 Jahren und ich habe ihm sehr viele spannende Erfahrungen zu verdanken: u.a. einen Setbesuch bei einer Serie, meine ersten Interviews und einen Artikel in der taz. Auch finde ich das Thema – Sichtbarkeit von lesbischen und bisexuellen Frauen in den Medien – noch immer relevant. Darüber werde ich deshalb auch weiterhin schreiben, allerdings zukünftig im Rahmen der Seriennotizen unter dem Stichwort “Visibility Matters“. Inhaltlich wird sich dadurch nicht viel ändern, da es in den Beiträgen bei Rosalie & Co. ohnehin schon überwiegend um Serien ging. Interessante Links und Kommentare zu anderen Medien oder allgemein zu lesbischem Leben wird es wie bisher schon bei Facebook und Twitter geben. Der größte Teil der Inhalte von Rosalie & Co. bleibt zudem bis auf weiteres online verfügbar. Und ich bastele derzeit noch an ein oder zwei weiteren Ideen – lasst euch überraschen.

Neuer Look

Die letzte wichtige Neuerung ist unübersehbar: Ein neuer Look. Durch das veränderte Konzept brauchte ich insbesondere für diese Seite ein neues Theme, das ich erneut bei Elmastudio gefunden habe. Schaut euch gern ein bisschen um – aber vielleicht noch nicht zu genau, denn an der ein oder anderen Stelle wird noch gewerkelt. 😉

Serien

Serientipp: One Mississippi

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Wie schon Staffel 1 überzeugen auch die gerade erschienen neuen Folgen von „One Mississippi“ mit sympathischen Figuren sowie einer gelungenen Mischung aus ernsten Themen und viel Humor. Sehenswert.

Tig Notaro in „One Mississippi“

Anfang des Jahres habe ich in einem längeren Blogbeitrag mal geschrieben, auf welche Serien ich mich 2017 freue. Mit auf der Liste war die zweite Staffel von One Mississipi. Staffel 1 der Comedyserie von und mit Tig Notaro habe ich letztes Jahr an einem Abend durchgebinged, nachdem ich eigentlich „nur mal reingucken“ wollte.

Ähnlich ging es mir gestern Abend mit Staffel 2. Die neuen Folgen sind am vergangenen Freitag erschienen, wieder bei Amazon Prime, und ich wollte gestern Abend nur mal schnell in die ersten Folgen reinschauen, weil ich auf Twitter schon wieder so viel Gutes gelesen hatte. Am Ende des Abends – leider deutlich nach Mitternacht – hatte ich alle sechs neuen Folgen und damit die komplette zweite Staffel geguckt und konnte dann immer noch nicht schlafen gehen, weil ich das, was ich gesehen hatte, erst einmal sacken lassen musste. Denn One Mississippi ist zwar auf der einen Seite sehr unterhaltsam und witzig, schreckt aber auch nicht vor ernsten Themen zurück und die Schauspielerinnen und Schauspieler um Hauptdarstellerin Tig Notaro spielen das so großartig, dass es unter die Haut geht.

Kurz zum Inhalt: One Mississippi basiert auf realen Ereignissen im Leben der amerikanischen Stand-Up-Komikerin Tig Notaro. Als sie vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankte, machte sie dies auf der Bühne zum Thema. Innerhalb kurzer Zeit musste sie nicht nur diese Krankheit, sondern auch eine lebensbedrohliche Darminfektion, den plötzlichen Tod ihrer Mutter sowie die Trennung von ihrer Freundin verkraften. Ihr Auftritt, in dem sie es schaffte, diesen Schicksalsschlägen mit einer gehörigen Prise Galgenhumor zu begegnen, machte sie über Nacht in den USA berühmt.

All dies – Krankheit, Trennung, Tod der Mutter – verarbeitet sie auch in One Mississippi.

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Serien

Seriennotizen: Zarah – Wilde Jahre (Folge 1)

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Im ZDF startet am morgigen Donnerstag die 6-teilige Serie „Zarah – Wilde Jahre“, in der es um die Frauenrechtlerin Zarah Wolf geht, die den Posten der stellvertretenden Chefredakteurin der männerdominierten Zeitschrift „Relevant“ übernimmt. Die erste Folge ist bereits in der Mediathek verfügbar. Ich habe mal reingeschaut und mir ein paar Notizen gemacht.

Zarah Wolf (Claudia Eisinger) hat Großes vor an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Bild: ZDF/Georges Pauly)

Eine deutsche Serie – soll ich da überhaupt reinschalten?

Was deutsche Serien angeht, insbesondere wenn sie von öffentlich-rechtlichen Sendern in Auftrag gegeben wurden, bin ich inzwischen grundsätzlich skeptisch. Häufig sind mir die Geschichten zu plakativ und zu vorhersehbar erzählt und die Figuren zu stereotyp. Oft spare ich mir diese Serien daher inzwischen, auch wenn das Thema ganz interessant sein könnte.

In Zarah – Wilde Jahre habe ich vor allem aus einem Grund reingeschaut, nämlich weil es in der Ankündigung folgenden Satz gab: „Dass Verlegertochter Jenny (Svenja Jung) sich in sie verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter.“ Auch wenn ich bei der Darstellung von Liebe zwischen Frauen in deutschen Serien fast noch skeptischer bin als beim Thema deutsche Serien allgemein, hat dies doch meine Neugier geweckt. Es musste allerdings ein weiterer Aspekt hinzukommen, damit ich tatsächlich eingeschaltet habe: Dass die berechtigte Hoffnung besteht, dass beide Frauen überleben und keine einen frühen Serientod sterben muss. Denn ja, das sogenannte Dead Lesbian Syndrome ist auch in deutschen Serien ein Thema, wie Charité gerade erst bewiesen hat, und darauf habe ich schlicht überhaupt keine Lust mehr.

Wenn dir die „love interest“ sympathischer ist als die Hauptfigur…

Tatsächlich kann ich mir gut vorstellen, dass eine Liebesgeschichte zwischen Zarah und Jenny, wenn es denn dazu kommt, ganz interessant und sehenswert sein kann. Das liegt, zumindest gemessen an der Pilotfolge, aber leider nicht an Zarah, sondern an Jenny, die für mich in der ersten Folge die interessantere Figur war.

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Serien

Nicht nur für Kinder sehenswert: Die Netflix-Serie „Julie’s Greenroom“ mit Julie Andrews

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Wenn die großartige Julie Andrews sich mit der Jim Henson Company und vielen bekannten Künstlern zusammentut, um Kindern etwas über das Theater beizubringen, dann kann das auch für Erwachsene sehr interessant und unterhaltsam sein.

Seit Mitte März ist bei Netflix die Serie Julie’s Greenroom (deutscher Titel: Julies Theaterschule) verfügbar. Julie Andrews spielt Miss Julie, die Besitzerin eines kleinen Theaters, in dem sie u.a. Theaterworkshops für Kinder anbietet. Dabei wird sie von ihrem Assistenten Gus (Giullian Yao Gioiello) unterstützt, der in dem Theater ein bisschen Mädchen für alles ist. Die Teilnehmer ihres Workshops heißen Greenies, nach dem englischen Wort „greenroom“, das den Aufenthaltsbereich der Künstler in einem Theater beschreibt und der Serie den Namen gibt. Das Besondere an ihnen: Sie sind Puppen, die von der Jim Henson Company entworfen wurden, welche als Produktionsfirma der Serie fungiert.

In jeder der insgesamt 13 Folgen kommen ein oder mehrere prominente Gäste zu Besuch, die den Greenies etwas über die verschiedenen Künste beibringen, die im Theater relevant sein können. So lernen sie von Musikerin Sara Bareilles etwas darüber, wie man Songs schreibt, Sänger Josh Groban übt mit ihnen, wie man harmonisch zusammen singt und Schauspielerin Ellie Kemper (Unbreakable Kimmy Schmidt) bringt ihnen Improvisation bei. Daneben spielen u.a. auch das Schreiben, z.B. eines Theaterstücks, Schauspiel, Tanz sowie das Spielen eines Instruments eine Rolle.

Die Greenies lernen jedoch nicht nur etwas über das Theater, sondern auch Lektionen für ihr tägliches Leben, z.B. über Teamwork, das auch manchmal Kompromisse erfordert, wie man mit Enttäuschungen umgeht oder dass man, um etwas Neues zu lernen, manchmal viel üben muss und Geduld braucht. Und noch etwas wird den Greenies und damit auch den kleinen wie großen Zuschauerinnen und Zuschauern vermittelt: Wie vielfältig und unterschiedlich die Menschen sind und dass es deshalb so wichtig ist, dass jede und jeder die Chance erhält, aber auch den Mut hat, ihre bzw. seine eigene Geschichte zu erzählen.

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Serien Visibility Matters

Coming-out bei „Supergirl“

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Was die Geschichte von Alex Danvers in der zweiten Staffel der Serie so großartig und wichtig macht

Am heutigen Mittwoch (29.3.) startet bei ProSieben die zweite Staffel von „Supergirl“. Auch in den neuen Folgen stehen natürlich wieder die Abenteuer der Titelheldin im Vordergrund. Für Aufmerksamkeit bei Medien und Fans hat jedoch eine Storyline gesorgt, die mit Kara Danvers alias Supergirl nur am Rande zu tun hat: Das Coming-out ihrer Adoptivschwester Alex Danvers.

Chyler Leigh als Alex Danvers

Die Serie Supergirl basiert auf der gleichnamigen Comic-Figur aus dem Hause DC Comics. Kara Zor-El alias Kara Danvers kam als junges Mädchen von ihrem Heimatplaneten Krypton auf die Erde, wo sie von den Wissenschaftlern Eliza und Jeremiah Danvers aufgenommen wurde und zusammen mit deren Tochter Alex aufwuchs. Ebenso wie ihr Cousin Kal-El alias „Superman“ verfügt Kara über übermenschliche Kräfte, die sie einsetzt, um die Einwohner der fiktiven Stadt National City zu beschützen. Dabei arbeitet sie mit der DEO zusammen, einer geheimen Regierungsorganisation, die außerirdische Aktivitäten auf der Erde überwacht und für die auch ihre Schwester Alex tätig ist.

In Staffel 1 sah man Alex Danvers vor allem in diesen beiden Rollen: Als Agentin der DEO oder als Karas ältere Schwester, die von ihren Eltern dazu erzogen wurden, Kara und vor allem deren Geheimnis um ihre Herkunft zu beschützen. Ihr Privat- oder gar Liebesleben wurde so gut wie nicht thematisiert. Das ändert sich in Staffel 2, als Alex der Polizistin Maggie Sawyer begegnet. Maggie schafft es nicht nur, Alex‘ Meinung über Außerirdische zu ändern, die sie bisher – mit Ausnahme von Kara – vor allem als Bedrohung ansah. Sie löst in der toughen DEO-Agentin auch überraschende Gefühle aus. Nach einem Missverständnis mit Maggie stellt Alex sich der Frage, was ihre Gefühle bedeuten – und erkennt, dass sie lesbisch ist.

Die Coming-out-Geschichte von Alex Danvers, die in der zweiten Staffel von Supergirl erzählt wird, ist eine der besten, die je in einer Fernsehserie gezeigt wurde. Sie ist nicht nur außerordentlich feinfühlig geschrieben, sondern von Alex-Darstellerin Chyler Leigh auch großartig gespielt. Was sie so besonders macht ist vor allem, wie authentisch sie ist, wie nah an der Erfahrungswelt lesbischer Frauen. Das lässt sich u.a. an der Szene festmachen, in der Alex Maggie (Floriana Lima), vor allem aber sich selbst zum ersten Mal eingesteht, dass sie lesbisch sein könnte.

Was Alex beschreibt – ihre Unfähigkeit, sich auf Beziehungen, auf Intimität mit Männern einzulassen und der Schluss, dass es an ihr liegt, dass sie eben nicht für die Liebe geschaffen sei – ist etwas, das vielen lesbischen Frauen bekannt vorkommen dürfte, die verzweifelt versucht haben, das zu leben, was die Gesellschaft noch immer als Norm ansieht, und, als sie es nicht konnten, bei sich selbst die Schuld gesucht haben. Ich jedenfalls habe mich in diesem Moment in Alex wiedererkannt, denn mir ging es genauso. Und ebenso wie Alex habe ich lange gebraucht, es tatsächlich auszusprechen, selbst als ich es mir schon eingestanden hatte.

Auch im weiteren Verlauf der Handlung thematisiert Supergirl Aspekte, die viele queere Menschen kennen, wenn es um das Thema Coming-out geht.

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Serien

Frohes neues Serienjahr 2017

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Auch 2017 Jahr wird es wieder jede Menge neues Serienfutter geben, seien es neue Folgen wiederkehrender Serien, seien es ganz neue Serien. Ich habe mal aufgeschrieben, auf welche ich mich in diesem Jahr freue bzw. auf welche ich gespannt bin.

Version 2

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt, dennoch möchte ich euch, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, an dieser Stelle noch alles Gute für 2017 wünschen. Möge das Jahr im Wesentlichen so verlaufen, wie ihr es euch vorstellt, aber vielleicht auch die ein oder andere, hoffentlich positive, Überraschung bereithalten.

Im vergangenen Jahr hatte ich ein bisschen mehr freie Zeit als sonst und habe sie unter anderem damit verbracht, sehr, sehr, sehr viele Serien zu sehen. Über die meisten davon habe ich schon geschrieben, sei es in diesem Blog oder aber in den sozialen Netzwerken, u.a. auf Tumblr. Im neuen Jahr werde ich meinen Serienkonsum ein wenig einschränken müssen. Aber für einige Highlights muss und wird Zeit bleiben.

Mein Serienjahr 2017 startet u.a. mit neuen Folgen von Call the Midwife, auf die ich schon seit letztem März, also seit dem Ende von Staffel 5, ungeduldig warte. Zwar war ich vom letzten Weihnachtsspecial ein wenig enttäuscht, das war allerdings eine Enttäuschung auf sehr hohem Niveau. Die Geschichte, die überwiegend in einer Klinik in Südafrika während der Apartheid spielte, war wie immer toll geschrieben und gespielt. Mir fehlte jedoch die Anbindung an die vertraute Umgebung in Poplar und das Nonnatus House und ich fand es schade, dass einige meiner Favoritinnen wie z.B. Patsy & Delia kaum zu sehen waren. Insofern hoffe ich, dass die beiden, ebenso wie Sister Monica Joan, in den ersten Folgen der neuen Staffel umso präsenter sein werden.

Von Doctor Who und Sense 8 gab es ebenfalls jeweils Weihnachtsspecials, die beide in mir eine gewissen Vorfreue auf die neuen Folgen geweckt haben, auch gerade, weil es von beiden Serien 2016 keine neue Staffel gab. Insbesondere von Sense 8 war ich wieder sehr begeistert. Hier startet die zweite Staffel im Mai, während Staffel 10 von Doctor Who schon ab April ausgestrahlt werden soll.

Jeweils eine zweite Staffel gibt es 2017 auch von zwei Serien, die mich 2016 unter anderem deshalb überrascht haben, weil ich sie tatsächlich an einem bzw. zwei aufeinanderfolgenden Tagen „gebinged“ habe, was für mich, obwohl ausgesprochener Seriennerd, dennoch ungewöhnlich ist: One Mississippi und Stranger Things. Wie bei allen neueren Serien wird es hier interessant sein zu sehen, inwieweit das Niveau von Staffel 1 gehalten werden kann.

Sehr gespannt bin ich zudem schon auf die neue, inzwischen fünfte Staffel von Orange Is the New Black, zumal Staffel 4 erneut mit einem sehr dramatischen Cliffhanger endete. Eine meine Lieblingsfiguren wird zwar nicht mehr dabei sein, aber zum Glück gibt es in der Serie noch viele weitere interessante Figuren. Die neuen Folgen von OITNB sollen, wie schon in den vergangenen Jahren, im Juni bei Netflix veröffentlicht werden.

Auch von Orphan Black mit der brillianten Tatiana Maslany wird es 2017 neue Folgen geben. Staffel 5 wird allerdings leider die letzten Staffel sein. Damit hat das OB-Team aber die Gelegenheit, die Serie zu Ende zu bringen, wie sie es sich vorstellen. Gleiches gilt für Club der roten Bänder. Hier wird die dritte Staffel, die für 2017 geplant ist, ebenfalls gleichzeitig die letzte sein. Bei CdrB hatte ich mich schon nach Staffel 1 gefragt, wie es wohl gelingt, die Geschichte weiterzuerzählen. Staffel 2 war aber erneut sehr großartig, insofern bin ich zuversichtlich, dass auch Staffel 3 mich und alle anderen Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen wird. CdrB ist für mich aktuell die beste deutsche Serie.

Eine Serie, die bereits im vergangenen Jahr endete, war The Good Wife. In meinem Blogbeitrag zum Serienfinale schrieb ich, dass ich mich über ein Spin-Off mit Lucca Quinn freuen würde, da mir die Figur in der kurzen Zeit, in der sie in der Serie war, sehr ans Herz gewachsen war. Tatsächlich wird es ein solches Spin-Off geben, in dem neben Cush Jumbo als Lucca auch Christine Baranski als Diane Lockhart dabei sein wird. In den USA startet The Good Fight, so der Name des Serienablegers, im Februar bei CBS All Access, einem digitalen PayTV-Angebot des Networks CBS. Bleibt zu hoffen, dass er auch bei uns verfügbar sein wird.

Und dann sind da natürlich noch die Serien, bei denen die aktuelle Staffel noch läuft, deren Ausstrahlung nur für einige Zeit unterbrochen wurde, vor allem wegen der Feiertage. So freue ich mich im Januar auf neue Folgen von Suits, Lucifer, Supergirl und Legends of Tomorrow. Bei Supergirl und Legends of Tomorrow steht zudem schon jetzt fest, dass beide Serien um eine weitere Staffel verlängert werden. Ich bin selbst ein wenig erstaunt, dass es mir diese beiden Serien so angetan haben, zumal ich die Comics, auf denen sie jeweils basieren, nicht kenne. Meine Begeisterung hat wohl vor allem mit den interessanten Frauenfiguren in beiden Serien zu tun. Supergirl hat bei mir zudem mit der toll und sehr einfühlsam erzählten Coming-out-Geschichte von Alex Danvers, einer der Hauptfiguren, gepunktet.

Das sind die Serien, von denen ich jetzt bereits weiß. Daneben wird es, vor allem dank Amazon Prime und Netflix, auch wieder viele neue Serien geben, bei denen die Herausforderung sein wird zu entscheiden, welchen davon ich eine Chance gebe bzw., insbesondere aus zeitlichen Gründen, überhaupt geben kann. Aber ich will mich nicht beschweren, im Gegenteil. Gerade für Seriennerds wie mich ist das aktuell eine großartige Zeit. Die Qual der Wahl kann manchmal auch sehr schön sein.

Auf welche Serien freut ihr euch in diesem Jahr? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Serien Visibility Matters

#ComingOutDay: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie „Ellen“

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Aus Anlass des internationalen Coming-out-Tags, der jedes Jahr am 11. Oktober begangen wird, habe ich mir heute Morgen Gedanken über Coming-out-Szenen in Fernsehserien gemacht und welche für mich persönlich eigentlich die wichtigste war. Die Antwort war sehr schnell klar: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie Ellen.

In der Folge The Puppy Episode aus dem Jahr 1997 verliebt sich Ellen Morgan, gespielt von Ellen DeGeneres, in Susan (Laura Dern). Nachdem sie sich selbst und auch Susan gegenüber zunächst vehement abstreitet, lesbisch zu sein, gesteht sie es sich im Gespräch mit ihrer Therapeutin (Oprah Winfrey) schließlich doch ein. Als sie sich auch vor Susan outet, geschieht Ellen ein kleines Missgeschick:

Das Coming-out von Ellen Morgan war bahnbrechend. Nie zuvor hatte sich die Hauptfigur einer amerikanischen Sitcom als homosexuell geoutet. Vielen lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen in den USA gab die Puppy Episode, die zu einer der meistgesehenen Sendungen in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens wurde, nicht nur einen Anlass, sondern auch den Mut, sich ebenfalls bei ihren Familien und Freunden zu outen. Für mich persönlich war Ellens Coming-out der Anstoß, mich mit meinen eigenen Gefühlen für Frauen auseinanderzusetzen, was schließlich einige Monate später zu meinem eigenen Coming-out führte.

Darstellerin Ellen DeGeneres wurde der Entschluss, nicht nur ihre Figur, sondern auch sich selbst in diesem Zusammenhang als lesbisch zu outen, jedoch fast zum Verhängnis: Nachdem Ellen nach nur einer weiteren Staffel abgesetzt wurde, hatte sie einige Jahre lang Schwierigkeiten, in Hollywood wieder Fuß zu fassen. Zum Glück ist es ihr gelungen. Ellen ist heute eine der beliebtesten Fernsehpersönlichkeiten der USA – und dabei out and proud.

Gibt es Coming-out-Szenen, die für euch eine ähnliche Bedeutung haben? Oder die ihr aus anderen Gründen besonders toll findet? Dann teilt sie gern in den Kommentaren.