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Filmtipp: “The Breakfast Club”

“Don’t you forget about me – don’t don’t don’t don’t don’t you…” Dieses Lied von den Simple Minds kennen wahrscheinlich die meisten, den Film, aus dem das Lied stammt, aber vielleicht nicht unbedingt. Dabei ist er ein ziemlicher Klassiker.

In The Breakfast Club geht es um eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die an einem Samstag in der Schule nachsitzen müssen. Jede/r von ihnen steht für eine bestimmte Gruppe an der Schule: Da gibt es die Prinzessin, den Nerd, den Rebellen, die Sportskanone und die Außenseiterin. Die erste Zeit des Nachsitzens verbringen sie vor allem mit Reibereien und Streitigkeiten, doch nach und nach raufen sie sich zusammen und stellen fest, dass ihre Unterschiede doch nicht so unüberbrückbar sind, wie es zunächst schien und sie mehr gemeinsam haben, als sie dachten.

The Breakfast Club von John Hughes gilt als DER Teenager-Film der 1980er Jahre und hat noch heute Einfluss auf die amerikanische Popkultur. U.a. handelte eine Folge der MTV-Serie “Faking It” im vergangenen Jahr von einer Gruppe von Schüler*innen, die nachsitzen müssen – eine eindeutige Anspielung und Hommage an The Breakfast Club. Den Film gibt es derzeit bei Netflix, ansonsten als DVD, Blu-ray und VOD.

Simple Minds “Don’t You Forget About Me” (Expanded & Remastered) (Scenes from Breakfast Club)

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Serientipp: “Orphan Black”

Ähnlich wie bei meinem gestrigen Filmtipp Still Alice beruht der Erfolg der Serie, die ich heute empfehle, insbesondere auf der herausragenden schauspielerischen Leistung der Hauptdarstellerin.

In Orphan Black spielt Tatiana Maslany die rebellische Sarah, die durch Zufall erfährt, dass sie das Ergebnis eines geheimen Klonprogramms ist. Nach und nach lernt sie einige ihrer “Schwestern” kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazu gehören u.a. die Vorstadthausfrau Alison, die lesbische Wissenschaftlerin Cosima und Helena, die von religiösen Fanatikern zu einer Attentäterin ausgebildet wurde. Alison, Cosima, Helena und noch einige weitere weibliche Klone werden ebenfalls von Tatiana Maslany gespielt, und zwar so gut, dass man während des Guckens vergisst, dass es ein und dieselbe Schauspielerin ist. Dabei sind die unterschiedlichen Figuren nicht eindimensional, sondern vielschichtig und komplex.

Drei der bisherigen vier Staffeln von Orphan Black sind derzeit u.a. bei Netflix verfügbar. Dabei empfehle ich dringend, die Originalversion zu schauen, da so die unterschiedlichen Akzente und Sprachbesonderheiten der Klone deutlich werden.

ORPHAN BLACK Trailer

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Filmtipp: “Still Alice”

In Still Alice geht es um die Universitätsprofessorin Alice Howland, gespielt von Julianne Moore, die mit Anfang 50 eine verheerende Diagnose erhält: Sie ist an Alzheimer erkrankt.

Der Film zeichnet einfühlsam, aber ohne übermäßiges Pathos nach, wie Alice, die sich so sehr über ihren Intellekt definiert, nach und nach alles verliert, was sie ausmacht. Ihr Mann und ihre drei Kinder versuchen, so gut es geht für sie da zu sein, doch auch sie müssen damit umgehen, dass ihre Frau bzw. Mutter ihnen immer mehr entgleitet. Ausgerechnet Nesthäkchen Lydia (Kristen Stewart), deren Verhältnis zu Alice nicht immer unproblematisch war, kann sich am besten auf die Krankheit ihrer Mutter einstellen und beschließt, nach Hause zurückzukehren, um sich um sie zu kümmern.

Still Alice ist ein berührender, sehr sehenswerter Film, nicht nur, aber vor allem wegen Julianne Moore, die für ihre überragende Darstellung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Still Alice Official Trailer #1

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Serientipp: “Club der roten Bänder”

Wenn mich jemand fragen würde, welche neuere deutsche Serie mich in letzter Zeit am meisten beeindruckt hat, müsste ich über die Antwort nicht lange nachdenken. Das war eindeutig Club der roten Bänder.

In der Serie geht es um eine Gruppe von Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Gründen im Krankenhaus liegen und sich dort zu einer Bande zusammenfinden, dem Club der roten Bänder. Die Mitglieder des Clubs unterstützen sich gegenseitig bei ihren jeweiligen medizinischen Behandlungen, aber auch bei anderen Herausforderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringen kann: Trennung der Eltern, Liebeskummer, Probleme mit dem Jugendamt u.ä.

Club der roten Bänder ist die erste Eigenproduktion des Senders Vox und basiert auf einer katalanischen Serie, die wiederum auf wahren Erlebnissen des Autors beruht. Was auffällt ist, wie sehr die Jugendlichen wirklich im Mittelpunkt der Serie stehen. Zwar gibt es natürlich auch Erwachsene, die aber jeweils im Hintergrund bleiben. Es geht in erster Linie darum, wie die jungen Patient*innen mit den Schicksalsschlägen umgehen, die ihnen widerfahren, einschließlich einer Begegnung mit dem Tod. Trotzdem ist die Serie nicht deprimierend, weil es auch immer wieder Momente des Glücks, der Freundschaft und der puren Lebensfreude gibt.

Die erste Staffel von Club der roten Bänder lief im vergangenen Herbst/Winter auf Vox und ist inzwischen auf DVD, Blu-ray und VOD verfügbar. Eine zweite Staffel wird derzeit produziert.

Club der roten Bänder – Trailer

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Filmtipp: “Ein Fisch namens Wanda”

Wer Lust auf eine Komödie hat und auch mit trockenem, mitunter pechschwarzem britischen Humor etwas anfangen kann, für den könnte der heutige Filmtipp etwas sein: Ein Fisch namens Wanda.

In der Komödie aus dem Jahr 1988 geht es um die Mitglieder einer Diebesbande, die gegenseitig versuchen, sich die Beute aus einem Juwelendiebstahl abspenstig zu machen. Als George, der Chef der Bande, verhaftet wird, bändelt seine Freundin und Komplizin Wanda mit seinem Verteidiger Archie an, um herauszufinden, wo George die Juwelen nach dem Raub versteckt hat. Dabei wird sie argwöhnisch von ihrem angeblichen Bruder Otto beobachtet, der tatsächlich Wandas Geliebter ist und eifersüchtig auf ihren Flirt mit Archie reagiert. Als Wanda und der verheiratete Archie sich tatsächlich ineinander verlieben, wird die Sache immer komplizierter…

A Fish Called Wanda, so der Originaltitel, ist einer der witzigsten Filme, die ich kenne. Die ursprünglich mal als “scream queen” bekannt gewordene Jamie Lee Curtis kann sich neben Comedylegende John Cleese hervorragend behaupten. Michael Palin, wie Cleese Mitglied der berühmten Komikergruppe “Monthy Python”, ist großartig als Tierfreund Ken, der die Loyalität zu seinem Chef George teuer bezahlen muss. Und Kevin Kline konnte für seine Rolle als durchgeknallter Otto sogar einen Oscar mit nach Hause nehmen.

Ein Fisch namens Wanda gibt’s als DVD, Blu-ray und VOD und aktuell als Stream bei Amazon Prime.

A Fish Called Wanda – Trailer