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Not too long, please read: Eindrücke von der re;publica19

Letzte Woche war ich auf der re;publica19 in Berlin. Für diejenigen unter euch, denen das nichts sagt: Die re:publica ist, gemäß eigener Beschreibung, „die größte Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft in Europa“. Gemeinsam mit der re:publica wird seit einigen Jahr zudem die Media Convention Berlin veranstaltet. Digitales & Medien, da darf die Medienbloggerin natürlich nicht fehlen.

Deko für die re;publica 19 auf dem Hof der STATION Berlin

Es war mein zweiter Besuch bei der dreitägigen Veranstaltung in Berlin und wie beim ersten Mal im vergangenen Jahr hat es mir auch dieses Mal insgesamt wieder gut gefallen. Natürlich gibt es bei Events dieser Größe immer etwas, das aus Sicht der Besucher*innen nicht so gut läuft. Ich hätte z.B. den Bundespräsidenten, der die Eröffnungsrede gehalten hat, gern „live“ gesehen und habe mich dafür – anders als andere – auch brav angestellt, wurde dann aber zu einer Video-Leinwand umgeleitet, weil es im Saal wohl schon zu voll war. Schade.

Viele Menschen, viel Programm, viel Vielfalt

Überhaupt fühlte es sich für mich am Anfang alles etwas zu voll, zu laut und zu hektisch an und ich brauchte einen Moment, mit einem Kaffee in einer ruhigen Ecke, um mich etwas zu sortieren. Zum Glück gab es diese Möglichkeit – die Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort waren vielfältig, wenn auch vielleicht ein wenig teuer, und die vielen Teilnehmer*innen haben sich auf dem großzügigen Gelände dann doch so gut verteilt, dass man immer irgendwo ein Plätzchen finden konnte, um den Akku aufzuladen – den eigenen, den des Smartphones oder beide.

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Blogbeiträge 2017 und 2018 – Best of

Ich habe in den vergangenen Jahren zwar nicht so viel geschrieben, wie ich es mir gewünscht hätte, aber der ein oder andere Blogbeitrag ist doch entstanden. Allerdings sind die meisten davon nicht hier, sondern in meinem Blog Seriennotizen veröffentlicht.

Hier ist eine Auswahl:

Natürlich gibt es auf Seriennotizen noch weitere Beiträge – schaut doch einfach mal vorbei.

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Filmtipp: “La La Land”

Seit gestern läuft der Film “La La Land” in den deutschen Kinos – ein wunderschöner Film, der zum Träumen einlädt, mit einer großartigen Emma Stone.

(Bild: Studiocanal)

Emma Stone und Ryan Gosling singen und tanzen sich durch Hollywood in “La La Land” (Bild: Studiocanal)

Ich weiß nicht mehr, wann ich mich zum letzten Mal so schnell so sehr in einen Film verliebt habe wie in La La Land. Schon die schwungvolle Anfangssequenz hat mir ein unwillkürliches Lächeln ins Gesicht gezaubert, das während des gesamten Films fast durchgängig geblieben ist und auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, während im Hintergrund der Soundtrack zum Film läuft, wieder da ist.

Dabei war ich zunächst skeptisch. Das ist eine häufige Reaktion meinerseits, wenn ein Film sehr “gehypt” wird. Auch schien mir die Prämisse des Films ein wenig zu kitschig und klischeehaft. Zwei junge, natürlich hübsche Menschen, eine Frau und ein Mann, die in Los Angeles versuchen, sich ihren jeweiligen Traum zu erfüllen, sich dabei kennenlernen und ineinander verlieben. Klingt nach einem dieser Hetero-Schmachtfetzen, auf die ich normalerweise nicht so stehe.

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Neue Beiträge bei “Rosalie & Co.”: Emmys 2016 und das Aus von “AfterEllen”

Ich habe diese Woche bei Rosalie & Co. gleich zwei neue Beiträge veröffentlicht:

Frauenliebende Frauen bei den Emmys 2016: Und Hollywood bewegt sich doch
Frauen, die Frauen lieben, sei es als Figur oder im realen Leben – bei den Emmys 2016 waren lesbische, bisexuelle, queere Frauen und Frauenfiguren bemerkenswert präsent.

Abschied von „AfterEllen“: Das Ende einer Ära
Was das Aus des Onlineportals „AfterEllen“ für die lesbische Community, aber auch für mich selbst als Leserin und als Bloggerin bedeutet.

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Filmtipp: “Auf das Leben”

In der Tragikomödie “Auf das Leben” mit Hannelore Elsner und Max Riemelt geht es um die ungewöhnliche Freundschaft einer Holocaust-Überlebenden, die noch immer von den Schatten der Vergangenheit heimgesucht wird, mit einem jungen Mann, den ein Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen hat. Sehenswert!

Eine ungewöhnliche Freundschaft: Ruth (Hannelore Elsner) und Jonas (Max Riemelt) (Bild: ZDF/Julia Terjung)

Die ehemalige Kabarettsängerin Ruth (Hannelore Elsner), die ihre Familie im Holocaust verloren hat, betreibt in Berlin eine kleine Musikinstrumentenwerkstatt. Als Wohnung und Werkstatt zwangsgeräumt werden und sie in eine kleine Seniorenwohnung umgesiedelt wird, verliert sie jeglichen Lebensmut. In dieser Situation begegnet sie Jonas (Max Riemelt), der sie an eine frühere Liebe erinnert. Jonas steht ebenfalls an einem Wendepunkt in seinem Leben: Er hat seine Freundin Emily (Aylin Tezel) und seine Heimatstadt verlassen, als sich bei ihm die ersten Anzeichen einer schweren Krankheit zeigten. Nun haust er in einem Kleinbus und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Zwischen Ruth und Jonas entwickelt sich bald eine tiefe Verbundenheit und beide bemühen sich, dem jeweils anderen wieder auf die Beine zu helfen und ihm die Lust am Leben zurückzugeben.

Ich habe Auf das Leben im vergangenen Jahr in der Reihe Lola @ Berlinale gesehen und war begeistert und bewegt, auch wegen des sehr persönlichen Hintergrundes des Films. Produzentin Alice Brauner, die bei der Vorführung im Rahmen der Berlinale anwesend war, hat Auf das Leben ihrer Mutter gewidmet, aus deren Kindheitserinnerungen Teile der Geschichte von Ruth stammen. Um diese zu erzählen, wechselt der Film zwischen verschiedenen zeitlichen Ebenen, die geschickt miteinander verzahnt werden: Während Ruth und Jonas sich im Berlin der Gegenwart begegnen, ist in Rückblenden die junge Ruth (Sharon Brauner) zu sehen, die in den 1970er Jahren dem Filmemacher Viktor (ebenfalls Max Riemelt) von ihrer Kindheit in Polen und ihrer traumatischen Flucht vor den Nazis berichtet. Ein weiteres wichtiges Element des Films bilden die jiddischen Lieder, die Ruth in einem Nachtclub für ihr Publikum und für Viktor singt und die später der älteren Ruth helfen, ins Leben zurückzufinden. Die Musik und eine gehörige Prise Humor lockern den Film immer wieder auf und tragen zu dem trotz der eher düsteren Thematik insgesamt positiven und optimistischen Grundton des Films bei.

Auf das Leben läuft am Freitag, dem 5. August 2016, um 22:30 Uhr im ZDF.